DIETRICH KILLER
"Potentiale""was ist ist,
was nicht ist
ist möglich"
(Blixa Bargeld)
was nicht ist
ist möglich"
(Blixa Bargeld)
Vernissage:
23. Juli 2026, 19 Uhr
Es spricht
Martin Honzik
23. Juli 2026, 19 Uhr
Es spricht
Martin Honzik
‘Potential’ wurde in der westlichen Philosophie lange als etwas Unvollständiges
verstanden, dessen Wert erst durch den Akt der Verwirklichung entsteht. Die für
diese Ausstellung entstandene Werkreihe ‘Potentiale’ von Dietrich Killer greift
dieses Spannungsverhältnis von Möglichkeit und Wirklichkeit auf und verbindet
sie mit einer Reflexion über Abstraktion als ästhetisches und gesellschaftliches
Phänomen.
Aus aufwendigen Grundierungen, Schichtungen und Experimenten mit dem Material Farbe entstehen abstrakte, räumliche Bildgefüge. Inspiriert von (östlicher) Philosophie, Musik, Pop- wie Subkultur und den Widersprüchen der Gegenwart selbst, untersucht der Künstler Wahrnehmung in einer Zeit, die zunehmend von abstrakten Systemen geprägt wird - Kapitalströme, digitale Netzwerke und Erkennungsprozesse, losgelöst von konkreten Erfahrungen in Zeit und Raum und dennoch unseren Alltag bestimmend.
Harun Farocki hat in diesem Zusammenhang den Begriff der „operativen Bilder“ geprägt: Bildformen, die nicht primär darstellen, sondern Teil von Handlungs- und Steuerungsprozessen (in militärischen, überwachenden, algorithmischen Systemen) werden. Bilder sind in dieser Logik funktional, sie operieren innerhalb von Abläufen, statt lediglich sichtbar zu machen.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Ambiguität und Unbestimmtheit in Killers Bildern besondere Relevanz. Dario Gamboni beschreibt visuelle Ambiguität als Bildformen, die sich eindeutiger Festlegung entziehen. Dazu zählen „accidental images“, zufällige Erscheinungen, in denen wir in abstrakten Strukturen vertraute Formen erkennen. In Dietrich Killers Arbeiten treten solche Momente auf. Aus Überlagerungen und Schichtung entstehen assoziative Farbräumen, die sich jeder Stabilisierung entziehen.
Während operative Bilder auf Funktionalität und Kontrolle ausgerichtet sind, eröffnen die in der Ausstellung versammelten Arbeiten einen Gegenraum der Offenheit. Sinn entsteht nicht durch Festlegung, sondern im Prozess der Wahrnehmung selbst, im Pluralismus der Bedeutungen. Und Potential erscheint hier nicht mehr als Defizit, sondern als eigenständige Form produktiver Unbestimmtheit.
Aus aufwendigen Grundierungen, Schichtungen und Experimenten mit dem Material Farbe entstehen abstrakte, räumliche Bildgefüge. Inspiriert von (östlicher) Philosophie, Musik, Pop- wie Subkultur und den Widersprüchen der Gegenwart selbst, untersucht der Künstler Wahrnehmung in einer Zeit, die zunehmend von abstrakten Systemen geprägt wird - Kapitalströme, digitale Netzwerke und Erkennungsprozesse, losgelöst von konkreten Erfahrungen in Zeit und Raum und dennoch unseren Alltag bestimmend.
Harun Farocki hat in diesem Zusammenhang den Begriff der „operativen Bilder“ geprägt: Bildformen, die nicht primär darstellen, sondern Teil von Handlungs- und Steuerungsprozessen (in militärischen, überwachenden, algorithmischen Systemen) werden. Bilder sind in dieser Logik funktional, sie operieren innerhalb von Abläufen, statt lediglich sichtbar zu machen.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Ambiguität und Unbestimmtheit in Killers Bildern besondere Relevanz. Dario Gamboni beschreibt visuelle Ambiguität als Bildformen, die sich eindeutiger Festlegung entziehen. Dazu zählen „accidental images“, zufällige Erscheinungen, in denen wir in abstrakten Strukturen vertraute Formen erkennen. In Dietrich Killers Arbeiten treten solche Momente auf. Aus Überlagerungen und Schichtung entstehen assoziative Farbräumen, die sich jeder Stabilisierung entziehen.
Während operative Bilder auf Funktionalität und Kontrolle ausgerichtet sind, eröffnen die in der Ausstellung versammelten Arbeiten einen Gegenraum der Offenheit. Sinn entsteht nicht durch Festlegung, sondern im Prozess der Wahrnehmung selbst, im Pluralismus der Bedeutungen. Und Potential erscheint hier nicht mehr als Defizit, sondern als eigenständige Form produktiver Unbestimmtheit.
Die Ausstellung ist bis 2. August 2026 bei freiem Eintritt zu sehen.
Das Hofkabinett ist geöffnet:
Das Hofkabinett ist geöffnet:
Dienstag bis Freitag von 16 - 18 Uhr.
Donnerstag und Freitag auch von 11 bis 13 Uhr
sowie jederzeit nach Vereinbarung